Implantate sind künstliche Zahnwurzeln, die bei zahnlosem, stark reduziertem Restgebiss oder bei Verlust von einzelnen Zähnen z. B. durch Unfall, wieder zu fest sitzendem Zahnersatz verhelfen können.

Wir verwenden dazu in der Praxis das sogenannte
Bauer-Kompressions-Schrauben-Implantat

Nach vorherigen Röntgenaufnahmen und sorgfältiger Analyse mit Vermessung des Kiefers,
werden dann in einer weiteren Sitzung die passenden Implantate in den Kiefer eingebracht,
der Abdruck genommen und dieser ins Labor zur Anfertigung des passenden Zahnersatzes
geschickt. Nach Einprobe des Zahnersatzes kann dieser dann innerhalb kurzer
Zeit eingesetzt werden.



Die Vorteile dieses Verfahrens
• Es ist kein großer chirurgischer Aufwand im Gegensatz zu anderen Implantaten notwendig,
da meist bei geschlossenem Zahnfleisch gearbeitet wird. Dadurch wenig oder gar keine
Schmerzen im Anschluss.
• Die Implantate können wenige Tage nach dem Einbringen mit dem entsprechenden
Zahnersatz versorgt werden. Deshalb gibt es keine langwierige Einheilungsphase über
Monate, da sie direkt durch das Zahnfleisch in den Knochen geschraubt werden.
• Die Implantate können meist nach dem Einsetzen sofort belastet werden, es kann also auch         gleich damit gekaut werden, da sie von Anfang an so fest sitzen wie die eigenen Zähne.

Beispiel eines Behandlungsablaufes für eine herausnehmbare
Kronen-Prothesen-Konstruktion:

• Nach Röntgenaufnahmen, Analyse und Vermessung des Kiefers (erster Termin)
• Einbringen der Implantate (zweiter Termin)

• Abdrucknahme und Einsetzen des Provisoriums beenden den zweiten Termin.
• Einprobe des Zahnersatzes (dritter Termin)
• Fertiger Zahnersatz wird eingesetzt (vierter Termin)


Weitere Möglichkeiten für diese Art der Implantate sind:

• Kronen bei Einzelzahnlücken, wenn die Nachbarzähne kariesfrei sind
• Brückenversorgungen bei unzureichender eigener Bezahnung und Wunsch nach
festsitzendem Zahnersatz
• Als Fixierungspfeiler für lockere Prothesen



Ist nach einem Unfall mit Kieferknochenverlust oder wenn der Zahn gezogen
werden muss, ein solches Implantat ebenfalls noch möglich?

Nach Unfall, unmittelbarer vorheriger Entfernung des Zahnes oder bei problematischen Kieferknochenverhältnissen kann eine eventuelle Eröffnung des Zahnfleisches über dem Kieferknochen nicht mehr ausgeschlossen werden. Das Einsetzen eines Implantates ist meist noch möglich, jedoch  mit der Einschränkungen einer Einheilungsphase von mindestens einem halben Jahr wie bei anderen Implantatsystemen auch . Die sofortige Abdrucknahme, das Anfertigen und Einsetzen von Zahnersatz ist jedoch leider ausgeschlossen. Das Implantat wird während der Einheilungsphase mit einem Provisorium belastungsfrei versorgt.



Wann kann diese Art von Implantaten nicht mehr verwendet werden?
Bei ungenügend vorhandenem eigenem Kieferknochen.

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