Umwelt - Zahnmedizin
bei Zahnmaterial - Verträglichkeitsfragen und agressiven Zahnfleisch - Entzündungen



Umweltzahnmedizin – was ist das eigentlich?

Unter Umweltzahnmedizin versteht man die Betrachtung und Untersuchung von Wechselwirkungen dentaler Materialien mit dem Gesamtorganismus. Das bedeutet auch, dass der Umweltzahnmediziner darauf achtet, dass bei seinem Patienten durch zahnärztliche Behandlungen eine möglichst minimale Belastung für den Organismus entsteht. Was sich so einfach anhört bedarf einer speziellen Ausbildung und einer Prüfung durch die Internationale Gesellschaft für Ganzheitliche Zahnmedizin (GZM) und den Berufsverband der Umweltmediziner Deutschlands, da die Probleme oft vielschichtig und nicht einfach zu erkennen sind.

 

Wie funktioniert Umweltzahnmedizin?
Ca. 40 % der Bevölkerung leiden heute an Allergien oder Umweltbelastungen. Sie sind dadurch in ihrer Gesundheit und Lebensqualität deutlich eingeschränkt. Mögliche Ursachen hierfür können unter anderem Dentalmaterialien sein, die nicht vertragen werden. Um diesen Patienten zu helfen, kann der Umweltzahnmediziner in hoch spezialisierten Laboren an Hand von Speichel, Blut und Material-Proben hochspezifische Tests zur Verträglichkeit von Dentalmaterialien durchführen lassen.

Bei akuten Problemen sind dabei auch Tests bereits im Mund befindlicher Materialien möglich. Im Zweifelsfall ist es jedoch immer besser, Dentalmaterialien oder Implantate vor deren Einsatz zu testen, anstatt anschließend evtl. über Jahre Probleme durch Materialunverträglichkeiten zu erdulden.



Wie können sich Unverträglichkeiten von Dentalmaterialien äußern?

Sie können sich in einer Lokalsymptomatik äußern, wie Mundschleimhaut- und Zahnfleischentzündung, Parodontitis, Zungenbrennen, Kiefer- und Zahnschmerzen sowie Beschwerden beim Kauen. Möglich sind auch systemische Immunphänomene wie Kopfschmerz, Migräne, Muskelschmerzen, Missempfindungen, gesteigerte Müdigkeit, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen. Bei sensiblen Patienten können bestehende Entzündungserkrankungen wie chronische Arthritis oder neurologische Erkrankungen durch Metallionen wie z.B. Quecksilber, Gold oder Nickel verstärkt werden.

Der Körper eines noch halbwegs gesunden Menschen hilft sich meist sehr schnell selbst, indem er mit Abstoßungsreaktionen auf nicht vertragene Zahnmaterialien reagiert. Dies ist dann erkennbar an Zahnfleischschwund und gegebenenfalls Verfärbungen des Zahnfleisches an den Kronenrändern. Implantate, die nicht vertragen werden, wachsen entweder gar nicht ein oder lockern sich nach kurzer Zeit und fallen aus (Periimplantitis), obwohl die Behandlung nach allen Regeln der Kunst gemacht wurde.

Die Ursache für eine Parodontitis oder Periimplantitis, kann jedoch auch eine Verschiebung der Bakterienflora zusammen mit einer erhöhten Entzündungsbereitschaft sein. Beide können auf das Krankheitsbild und dessen Schwere Einfluss haben. Ist die Bakterienflora in Richtung Entzündung verschoben, haben die aggressiven Keime ein leichtes Spiel. In einem solchen Fall hilft oft nur noch der Einsatz von Antibiotika, wenn durch die klassische Behandlung kein oder nur wenig Erfolg zu erzielen ist. Wichtig für den Erfolg der Antibiotika - Therapie ist die Bestimmung der Keime sowie die Auswahl des passenden Antibiotikums und dessen Dosierung. Auch dabei kann die Umwelt - Zahnmedizin mit den verschiedenen Testmöglichkeiten ernorm hilfreich sein. In Fällen wo eine Antibiotika-Therapie nicht angewendet werden kann oder gewünscht wird, können wir jetzt auch eine Behandlung mit medizinisch aufbereiteten reinen etherischen Ölen pflanzlicher Herkunft anbieten. Selbstverständlich werden auch hier vorab die Keime bestimmt und mittels eines Aromatogramms ermittelt, welche Öle zur Vernichtung der vorher bestimmten Keime in Frage kommen. Dann wird individuelle für den Patienten das Präparat hergestellt.

 


Wann setzen wir die Umwelt-Zahnmedizin ein?

• Zur Abklärung von Materialunverträglichkeiten
• Zur Bestimmung der Entzündungsneigung
• Zur Therapieoptimierung bei chronischen, schweren
Zahnfleischentzündungen (Parodontitis)